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letzte Aktualisierung   02. September  2020
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Quelle: 1) Ausführungen von Dr. Friedrich Danneil in Beitrag zur Geschichte des magdeburgischen Bauernstandes 2) aus Wikipedia 3) deutschland-im-mittelalter.de 4) Die Wüstungen im Nordthüringgau Prf.Dr. G.Hertel 5) Spangenberg Mansfeldische Chronik, Teil 1 6) P. W. Behrends historische Predigten 1817 7) Neuhaldenslebische Kreis-Chronik oder Geschichte aller Oerter des … von Wilhelm Behrends
zum Seitenanfang zum Seitenanfang Vorgeschichte
Das älteste Volk dieser Gegend , das um die Zeit der Geburt Christi hier wohnte, waren die L o n g o b a r d e n . Diese legten daher auch hier herum Niederlassungen an, um welche her sie ihre Herden weideten, auch einige Äcker bestellten und von wo sie auf die Jagd gingen und in den Krieg zogen.
Im Sommer bestanden diese ihre Wohnungen anfänglich aus dickem Gebüsch, was sie oben zusammenflochten und in ineinander wachsen ließen, also aus waren Lauben, die sie auch in ihrer Sprache L o v e oder L e v e nannten, und späterhin aus Hütten von Lehm und Holz, denen sie aber denselben Namen beilegten. Im Winter, der damals, wegen seiner Sümpfe und Waldungen , die Deutschlands, Boden bedeckten , viel rauer und kälter war, als jetzt, wohnten sie in Gruften und Höhlen der Erde, die sie durch eine Unterlage von Mist erwärmten.
Nun ließ sich einst ein freier Langobarde, Namens Rode oder Roden, in der Gegend des jetzigen Dorfes Rodensleben nieder, schlug dort im Gebüsche seine Sommerwohnung auf , und nannte sie R o d e n s l o v e oder R o d e n s l e v e und gab dadurch Anlaß zur weiteren Benennung und Bewohnung dieser Gegend. Eben so ließen sich ein Hildo zu H i l d e s l e v e (Hillersleben), ein W a n t e oder W a n o zu W a n t e s l e v a (Wanzleben) ein D o m e oder D o m o zu D o m e r s l e b e n, ein A l v o zu A l v e n s- l e b e n, ein A m m o zu A m m e n s l e v e n , ein G e r m e r zu G e r m e r s l e b e n und so weiter nieder, und gaben dadurch allen dieser Orten ihren Namen, die sie auch beim nochmaligen Wechsel ihrer Bewohner behielten. Die jetzige Endung leben ist nämlich aus dem alten Leve, durch die veränderte Aussprache in folgenden Jahrhunderten, entstanden. Hieraus ergibt sich auch der Ursprung so vieler Oerternamen in der Börde. So weit nämlich L o n g o b a r d e n wohnten, findet man noch jetzt diese bei ihnen üblichen Niederlassungsbenennungen.
Bei der bekannten V ö l k e r w a n d e r u n g im fünften Jahrhunderte nach Christi Geburt verließen auch die L o n g o b a r d e n ihre ursprünglichen Wohnsitze im Magdeburischen und in einem Theile des Halberstädtischen und der Altmark , zogen durch Preußen, Polen und Ungarn nach Oberitalien, wo sie ein eigenes berühmtes Reich stifteten , von der die L o m b a r d e i noch jetzt den Namen hat.
In ihre hiesigen Wonplätze rückten zuvörderst ihre schon gewesenen Grenz - Nachbaren und Stammesgenossen die K a t t e n , eine S v e- v i s c h e Nation, welche sich zwischen die C h e r u s k e n des Braunschweigischen Landes schon eingedrängt hatten. Von Ihnen sind die Oerter welche sich enden aud städt, als Dönstedt, D r a c k e n s t e d t , Bregenstedt, Hakenstedt, B o r n s t e d t und so weiter und die auf ingen als Wedringen, Süplingen, Bülstringen, Flechtingen usw. angelegt.
Nächst diesen zogen sich von Süden her in die Gegenden an die Ohre bis zur Elbe hin, die T h ü r i n g e r . Dies vermischten sich, gleich ihren Vorgängern, friedlich mit den zurückgebliebenen wenigen Ureinwohnern und ließen auch allen alten von ihnen in Besitz genommenen Niederlassungen, ihren Namen, legten sodann, bei der vergrößerten Volksmenge, erst einzelne Häuser und dann ordentliche Oerter vor den Gehölzen und Waldungen an, von wo sie sodann durch Ausroden zu neuen Niederlassungen sich Platz verschufen.
Die Herrschaft der T h ü r i n g e r -- von denen übrigens der Landesbezirk oder Gau, zu welchem die Umgebung von R o d e n - s l e b e n , W a n z l e b e n , D r e i l e b e n , H a l d e n s l e b e n damals gehörte der Nordthüringau genannt worden, dauerte hier nicht lange. Denn schon im 6ten Jahrhundert wurden sie von den S a s s e n oder S a c h s e n, die ursprünglich an der Niederelbe im jetzigen Holsteinischen wohnten, überwältigt, und sich dann nach und nach mit diesen Ueberwindern, verschmolzen.
Dieses Volk der  S a c h s e n  erhielt sich nun im Besitz dieser Gegenden, und ist also dasjenige, welches wir als unsere eigentlichen Vorfahren zu betrachten haben.
Die Sachsen oder S a s s e n wie sie eigentlich genannt wurden, bildeten einen kräftigen Stamm, dessen uns näher angehender Zweig das nördliche Deutschland, zwischen Weser und der Elbe bewohnte. Er bestand aus starken und tapfern mit rohen Tierhäuten bekleideten Menschen, die lebend, wie ihre Vorfahren, in Hütten und Gruften, sich besonders mit der Jagd und mit der Viehzucht und etwas Ackerbau beschäftigten. Manche gute Sitte, als Ehrlichkeit und Keuschheit, wird zwar von ihnen gerühmet, aber dabei war wild und roh ihre Lebensart und ungeschlacht ihr Betragen, besonders entehret vom Spiel und vom Trunke. Dahin gegeben den ärgsten Aberglauben beteten sie als Gottheit an: W o d a n oder O d i n , (von dessen Verehrung das Dorf Gutenswegen, urspünglich W o d a n s w e g den Namen hat,) und die F r ä a (von der der Freitag benannt ist) oder die O s t a r und andere Unholde mehr. Ihre götzendienstlichen Stätten waren stille Eichenhaine, die davon als geweihte und eingehegete Plätze gewöhnlich Hagen genannt worden. Ihre Altäre bildeten, große übereinander gelegte Steinmassen welche sie nicht nur mit dem Blute von Kriegsgefangenen sondern auch mit den Opfern ihrer eigenen Kinderbeflekten. Einer dergleichen war auch auf der südlichen Anhöhe unweit Haldensleben, neben der in neuen Zeiten dort von Herrn Nathusius angelegten Ziegelei, befindlich und ist noch bekannt unter dem Namen T e u f e l s k ü c h e . Die Leichname ihrer Verstorbenen verbrannten sie zu Asche, und sammelten diese in irdene Töpfe oder Urnen, welche sie in die Erde gruben und mit einem Hügel und mit großen Steinen bedeckten: wie dergleichen altdeutsche B e g r ä b n i s p l ä t z e , bis in die neuesten Zeiten, (wo man von vielen die Steine anders benutzt hat,) häufig auf die Anhöhen und in den Gehölzen bei Haldensleben, Alvensleben und Hundisburg gefunden worden. Selbst die Wahalla , (in der germanischen Mythologie der Ort, an den in der Schlacht gefallene Krieger kommen und geehrt werden) , oder den Wohnsitz der Seligen, dachten sie sich so roh wie ihr Leben hier war, nämlich als eine stete Abwechselung vom Betrinken und Todschlagen. Oberherr der Gegend um Haldensleben soll, nach einiger , jedoch unverbürgten Meinung 5 ), damals eine der angesehensten Familien der Sachsen gewesen sein, die mit zu denjenigen Geschlechtern gehöret haben soll, aus welchen alljährlich die Zwölf T e t r a r c h e n oder V o l k s f ü h r e r erwählt worden. Unter ihrer Obhut scheint der hiesige Bezirk schon damals ziemlich stark bevölkert und mit mehren weitschitig belegenen Wohnungen auf den Anhöhen umher bedeckt gewesen zu sein, wie das die hin und wieder befindlichen Spuren von Begräbnisplätzen wahrscheinlich machen. Dies war ungefähr der Zustand, in welchem der berühmte König der Franken und nachmalige Hersteller der Römischen Kaiserwürde, C a r l d e r G r o ß e , die alten Sachsen in dieser Gegen antraf, als er auch sie der heidnischen Rohheit zu entreissen und zum Christenthume zu bekehren beschloss. Im Geiste seiner Zeit fand er sich freilich veranlaßt, zu diesem edlen Zwecke ein Mittel mit anzuwenden, welches nur in der dermaligen Lage der Dinge, Entschuldigung finden kann. Er überzog nämlich das muthige Volk, das nicht gleich Gehör geben wollte, im Jahre 772 mit Krieg und drang, während desselben, auch im Jahr 781 durch unsere Gegend bis nach Wolmirstedt vor, legte daselbstBurgfesten an und ließ, in der damals noch dort vorbeifließenden Elbe, ine große Schaar Sachsen taufen. Dabei sandte er aber auch diesem Volke einige würdige geistliche Männer, als Missionaire des Christenthums, zu. An der Spitze derselben leuchteten, wie Sterne, die heiligen Gebrüder L u d g e r und H i l d e g r i n 6 ) … …. …. Der im Jahre 803, oder nach andern 804 , endlich zwischen dem Kaiser Carl und den Sachsen unsern Vorfahren, abgeschlossenen völligen Friede, schenkte unserm Lande, unter ehrenvollen Bedingungen , das schönste aller Güter, die Einführung des Christentums. Und sowie diese Sonne der Erleuchtung unsere Gegend aufgegangen und besonders durch die S t i f t u n g d e s B i s t u m s H a l b e r s t a d t i m J a h r e 814 dauernd gemacht war, und wie der Christen Glaube, Hoffnung und Liebe die Gräuel des Heidenthums und der Sittenroheit milderte; so wandelte sich auch um die äußere Gestalt des Sachsenlandes. die sonst zerstreuter lebenden Menschen sammelten sich nun mehrin ordentlichen Gemeinden.
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Beim ruhigem Betrieb des Ackerbaus und der des Ackerbaus und der Viehzucht und bei der Milderung der Sitten, die das Christentum bewirkte, vermehrten sich nun auch schnell die Zahl der Einwohner des Landes. Bald reichten daher auch die älteren Longobardischen, Cattischen und Türingischen Niederlassungsörter zu ihrer Aufnahme nicht mehr hin: es mußten noch neue aufgesucht und angelegt werden, deren Sächsischer Ursprung an der Namensendung dorf sich kenntlich macht. So entstanden jetzt in unserer Nachbarschaft ………..
Das Bild entstand vermutlich um 1940. Die Hemsdorfer Kinder helfen bei der Kartoffelernte. Im Hintergrund ist der Speicher mit dem damaligen Aufbau zur Trocknung des Getreides zu erkennen. Der Zaun am Garten scheint noch aus Maschendraht zu bestehen. Ich kenne diesen Zaun aus meiner Kindheit als Staketenzaun. An der rechten Ecke des Gartens wuchs eine Eiche, diese wurde Anfang oder Ende der 70iger Jahre gefällt. In dieser Richtung lag dann auch (später?) der Garten von „Schuster“ Wilhelm Ruloff. Er kam immer mit einem Handwagen zu seinem Garten. Vor diesem spannte er öfters einen Schäferhund , der ihm beim ziehen des beladenen Wagens half. Gewohnt hat er, was jetzt die Bergstraße 7 ist und von Wilhelm Götze bewohnt wird.
Quelle: http://www.radio.cz/de/rubrik/tourist/museum-in-kyjov-zeigt- die-geheimnisse-der-langobarden
Quelle: https://www.mdmonline.de/LGSuche_load.do?pk=%2523%252F9 %252FJNQl3ltg%253D
Foto von B. Pitschmann
…. Und Mönche , besonders vom Orden Benedicts, lehrten durch ihr Beispiel eine bessere Cultur des Bodens. Fruchtbare Aecker entstanden, durch die Pflugschar, bald an der Stelle oder Gehölze, und alte Sümpfe wurden verwandelt in Wiesen. Darob erheiterte sich selber der Himmel und die Witterung wurde milder und sanfter. Allerlei Fruchtarten und Obstbäume , ja selbst Anlagen von Weinbergen kamen nun fort und verschönerten die Gegend.
……… zwei N i e n d o r f e zwei zwischen W e d r i n g e n und das andere zwischen A l v e n s l e b e n und S ü p p l i n g e n , ferner Wi c h m a n n s d o r f zwischen H a l d e n s l e b e n und D ö n s t e d t , W a r m s d o r f am jetzigen Papenberge Grassendorf unweit Süplingen und andere , welche nicht mehr vorhanden sind. Sonst stammen der ersten Anlage nach , aus dieser Zeit, die noch bestehenden Oerter unseres Kreises , B o d e n d o r f , G r o p p e n - d o r f , B e h n d o r f , A c k e n d o r f , G r o p p e n d o r f , und so fort . 7)
H e m s d o r f

Nachtrag zum Thema Vorgeschichte.

Der Inhalt des Themas entstammt dem Buch „Neuhaldenslebische Kreischronik oder Geschichte alle Oerter …, von Peter Wilhelm Behrends. Es ist auch in der damaligen Schriftform und Ausdrucksweise wiedergegeben. Dieses Buch ist bisher das Einzige, das ich gefunden habe, was kurz und anschaulich einmal die Namensentstehung unserer Dörfer beschreibt. Ob es wirklich so war, wer weiß das schon. Bei Behrends geht es eigentlich um den Ort Haldensleben und dessen Umland. Haldensleben liegt ungefähr 20 km nördlich von Hemsdorf entfernt und es ist deshalb nicht auszuschließen, eher sicher , dass beide Orte zu damaligen Zeit in Beziehungen standen. Und wenn, vorausgesetzt Hemsdorf gab es schon, Hemsdorf „nur“ als Lieferant der Verpflegung durch Verkauf an oder Raub durch die nach Haldensleben ziehenden Hofstaaten oder kämpfenden Truppen diente. In Bezug auf unsere Geschichte habe ich zu dem von Behrends genannte Orten auch einige um unseren Ort Hemsdorf hinzugefügt, wo ich glaube das es so auch sein könnte. Auf Seite 3 in zu diesem Thema gebe ich zu dieser Gegend (Haldensleben) nochmals eine andere Sichtweise zu dieser Beziehung.
Hemsdorfer Geschichte zur Seite 1 Hemsdorfer Geschichte zur Seite 1 Hemsdorfer Geschichte zur Seite 2 Hemsdorfer Geschichte zur Seite 2 Hemsdorfer Geschichte zur Seite 3 Hemsdorfer Geschichte zur Seite 3 Hemsdorfer Geschichte zur Seite 4 Hemsdorfer Geschichte zur Seite 4 Quelle:https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Arch-Freil-Oerlinghausen-Sachsenhaus.jpg Rekonstruiertes Merowingerzeitliches Sachsenhaus im Archäologischen  Freilichtmuseum Oerlinghausen Die Merowinger  waren das älteste Königs-geschlecht der Franken  vom 5. Jahrhundert bis 751.
Quelle: Wikipedia
Die Teufelsküche bei Haldensleben ist ein altes Hünengrab. Der Sage nach war genau hier eine heidnische Opferstätte. Männer folgten ihrem Priester in alten Gesängen durch den Wald an diese Stelle, um seinen weisen Worten zu lauschen. Das Opfertier wird unter rituellen Gesängen mitgeführt und an den dafür vorgesehenen Stein gebunden. Zu Ehren Wodans oder eines anderen heidnischen Gottes wurde das Tier geopfert und der Priester weissagte die Zukunft. Nach und nach gewann jedoch das Christentum die Oberhand als Religion und die alten Stätten wurden als Wohnplätze des Bösen, des Teufels bezeichnet. So erhielt dieses Hünengrab den Namen Teufelsküche. Hemsdorfer Geschichte zur Seite 1 Hemsdorfer Geschichte zur Seite 1 Hemsdorfer Geschichte zur Seite 2 Hemsdorfer Geschichte zur Seite 2 Hemsdorfer Geschichte zur Seite 3 Hemsdorfer Geschichte zur Seite 3 Hemsdorfer Geschichte zur Seite 4 Hemsdorfer Geschichte zur Seite 4

Die L a n g o b a r d e n

Die Herrschaft der T h ü r i n g e r

Orte mit der Endung - d o r f

Das Volk der Sachsen

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Das älteste Volk dieser Gegend

Aus der Hemsdorfer

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